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Business10 Min Lesezeit

Wie wählt man eine Web-Agentur: Checkliste mit 12 Punkten

NAKO Agency•8. Mai 2026

Warum überhaupt eine Checkliste

Die Wahl einer Web-Agentur ist eine einmalige Anschaffung. Sie machen es alle 2-5 Jahre. In dieser Zeit ändert sich der Markt: neue Trends, Technologien, Betrugsmaschen tauchen auf.

2026 gibt es allein in Deutschland über 5000 Web-Agenturen und 20 000+ Freelancer. Alle haben auf der Website ungefähr dasselbe stehen. Alle zeigen ähnliche Portfolios. Alle haben ein «Expertenteam» und einen «individuellen Ansatz».

Die Checkliste unten sind Fragen, die in 5 Minuten ermöglichen, jene mit echten Prozessen und Erfahrung von jenen mit nur schöner Verpackung zu trennen. Spart Ihnen Nerven und €2-10 000.


12 Prüfpunkte für Web-Agenturen

1. Echte Cases mit Zahlen

Auf der Website der Agentur müssen Cases mit konkreten Ergebnissen stehen: «+180% Anfragen in 3 Monaten», «Anstieg des durchschnittlichen Warenkorbs von €40 auf €60», «Top-3 in Google bei 12 Keywords». Wenn die Cases nur schöne Screenshots sind — fragen Sie nach Zahlen. Wenn keine «existieren» — fragen Sie warum.

2. Team — mit Namen und Gesichtern

Gibt es auf der Website eine «Team»-Seite mit Fotos, Namen, Positionen? Wenn nicht — wissen Sie nicht, wer mit Ihnen arbeiten wird. Möglicherweise baut die ganze Site eine einzelne Person als Freelancer. Das ist an sich nicht schlecht, aber Sie sollten es wissen.

3. Arbeitsprozess — phasenweise

Eine gute Agentur beschreibt den Prozess: Briefing → Strategie → Prototyp → Design → Entwicklung → QA → Launch. Wenn im Angebot «wir machen es in 4 Wochen» ohne Phasen steht — gibt es keine Phasen, und Sie können den Projektverlauf nicht kontrollieren.

4. Technologien — begründet

Die Agentur muss die Wahl des Stacks für Ihre Aufgabe erklären. Landing — Tilda oder Next.js. Corporate-Site — WordPress oder Headless CMS. E-Commerce — Shopify oder WooCommerce oder Custom. Wenn Ihnen «WordPress für jedes Projekt» angeboten wird — Vorsicht.

5. Termine — schriftlich

Im Vertrag müssen Termine pro Phase festgelegt sein, nicht ein gemeinsames Datum. Sonst landet jede Verzögerung «am Ende» des Projekts, und nach 4 Monaten erhalten Sie «noch ein paar Wochen».

6. Zahlungsbedingungen

Standard — Zahlung in Phasen: 30% Start + 30% nach Design + 30% nach Entwicklung + 10% nach Launch. Wenn 100% im Voraus verlangt werden — rote Flagge. Wenn 50% Start — bei kleinen Projekten zulässig.

7. Vertrag — nicht aus dem Standardformular

Im Vertrag muss stehen: Leistungsumfang (detailliert), Termine, Summe, Übertragung der Rechte an Design und Code nach voller Bezahlung, DSGVO-Verpflichtungen, Strafen bei Verzug von beiden Seiten. Wenn der Vertrag eine Seite Standardtext ist — kein Vertrag.

8. Support nach Launch

Garantie für Bug-Fixing 30-60 Tage — Standard. Außerdem sollte es Wartungsoptionen geben: monatliche Betreuung mit fixer Summe und explizit beschriebenem Leistungsumfang.

9. SEO ab dem ersten Tag

Nicht «SEO machen wir später für Aufpreis». Basis-SEO muss im Startpreis enthalten sein: Meta-Tags, sitemap.xml, robots.txt, Schema.org-Markup, Bildoptimierung, Alt-Tags, Canonical-URLs. Ohne das wird die Site vom ersten Tag schlecht indexiert.

10. Analytics und Metriken

Anbindung von Google Analytics 4, Search Console und mindestens einem Heatmap-Tool (Microsoft Clarity, Hotjar). Ohne das sehen Sie nicht, wo Nutzer abspringen, und können die Conversion nicht verbessern.

11. Lokalisierung und Hreflang (bei mehrsprachig)

Wenn die Site mehrsprachig ist — Hreflang zwischen Versionen ist Pflicht. Ohne versteht Google die Verbindung der Seiten nicht und kann sie als Duplikate ranken. Eine technische Kleinigkeit, aber 70% der Agenturen vergessen sie.

12. Bewertungen — echt

Fragen Sie nach Kontakten von 2-3 früheren Kunden. Eine gute Agentur gibt sie problemlos — sie sind sich der Qualität sicher. Eine schwache wird «klären, aber der Kunde ist sehr beschäftigt» sagen und verschwinden.


Rote Flaggen — fliehen Sie vor solchen Agenturen

In 3 Jahren Arbeit haben wir alles gesehen. Hier die Signale, die in 95% der Fälle schlecht enden:

🚩 Fehlendes Portfolio oder dieselben 2-3 Projekte. Eine erfahrene Agentur startet 5-15 Projekte pro Jahr.

🚩 «Wir machen es in einer Woche — nicht kompliziert». Eine Corporate-Site in einer Woche ist ein Template mit Logo-Austausch. Qualitätsarbeit in einer Woche existiert nicht.

🚩 Geben keine Kontakte früherer Kunden. «Sie sind unter NDA» — Ausrede. Echte Kunden empfehlen mit Vergnügen, wenn die Arbeit gut gemacht ist.

🚩 Preis «zu gut». Corporate-Site für €300 in Deutschland 2026 — entweder Template ohne nichts, oder eine verschuldete Agentur, die das Geld nimmt und verschwindet.

🚩 Verlangen 100% im Voraus. Niemals. Wenn die Agentur kein Betriebskapital für den Projektstart hat — ist sie instabil.

🚩 «Wir unterschreiben keine Verträge, wir arbeiten auf Vertrauen». Reale Worte, die wir von Kunden nach schlechten Erfahrungen hören.

🚩 Stellen keine Fragen zum Business. Wenn beim ersten Gespräch nur über Design gesprochen wird und nicht nach Ihrer Zielgruppe, Zielen und Metriken gefragt wird — dieser Agentur ist Ihr Ergebnis egal.


Welche Fragen beim ersten Gespräch

Bereiten Sie eine Liste vor und stellen Sie sie der Reihe nach. Die Reaktion auf diese Fragen sagt mehr über die Agentur als 30 Minuten Präsentation.

  1. Welches Projekt aus Ihrem Portfolio ist meinem am ähnlichsten? Erzählen Sie, wie Sie es gemacht haben.
  2. Was genau ist im Preis enthalten und was nicht?
  3. Welche Risiken sehen Sie in meinem Projekt?
  4. Wie kommunizieren wir: Chat, Calls, Reports?
  5. Was passiert, wenn Sie die Termine nicht einhalten?
  6. Wer genau wird an meinem Projekt arbeiten? Namen, Erfahrung.
  7. Was tun Sie, wenn nach Launch ein kritischer Bug auftritt?
  8. Kann ich mit einem Ihrer früheren Kunden sprechen?
  9. Welche KPIs / Metriken werden wir nach Launch beobachten?
  10. Wer bleibt nach Bezahlung Eigentümer von Design und Code?

Wie man Angebote verschiedener Agenturen vergleicht

Häufigster Fehler — nur die Preise vergleichen. Agentur A — €3000, Agentur B — €5000. Wir nehmen A.

Nach 3 Monaten hat A die Termine nicht eingehalten, kein SEO gemacht, keine Zugänge übergeben. B hätte in 5 Wochen mit Garantie geliefert. Der Unterschied von €2000 ist nichts, wenn Sie ein halbes Jahr Site-Leben verlieren.

Vergleichen Sie nach Leistungsumfang. Lesen Sie das Angebot aufmerksam, zählen Sie die Seiten, Integrationen, den Support nach Launch. Oft verbirgt sich unter «günstig» ein 2-3-fach kleinerer Umfang.

Vergleichen Sie nach Prozessen. Wenn Agentur A einen Prototyp, Design in Figma, 3 Korrekturrunden hat — sind das +20% zum Preis, aber 5-mal weniger Risiko, «nicht das gewünschte» zu bekommen.

Vergleichen Sie nach Menschen. Wer konkret arbeiten wird. Eine Agentur mit Senior-Entwickler für €5000 liefert besseres Ergebnis als Junioren für €3000.

Der Preis einer Website ist kein Kauf. Es ist eine Investition für 2-5 Jahre. Wenn Sie jetzt 30% sparen — werden Sie für die Neuerstellung in einem Jahr zahlen.

Nicht sicher, welche Agentur passt?

Erzählen Sie uns Ihre Aufgabe — wir erstellen ein vorläufiges Profil und sagen Ihnen, welche Fragen Sie anderen Anbietern stellen sollten, um bewusst zu wählen.

Projekt besprechen

Weiterlesen

  • Leistungen — Website-Entwicklung
  • Cases — unsere Projekte mit Zahlen
  • Webseiten Deutschland

Inhaltsverzeichnis

Warum eine Checkliste12 PrüfpunkteRote Flaggen — Finger wegWelche Fragen im ErstgesprächWie man Angebote vergleicht
FAQ

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Hängt vom Projekt ab. Groß — Stabilität, Prozesse, höherer Preis. Klein (3-5 Personen) — Flexibilität, persönliche Aufmerksamkeit, niedrigerer Preis, aber Risiko bei Krankheit. Für Projekte bis €10 000 ist eine kleine Agentur oft optimal. Für Projekte €15 000+ — besser eine große.

Kann — wenn die Aufgabe einfach ist (Landing, Portfolio) und das Budget begrenzt. Sollte nicht — wenn das Projekt komplex ist oder Garantie wichtig. Ein Freelancer kann krank werden, verschwinden, nicht schaffen. Eine Agentur ist ein Team, und Risiken sind verteilt.

1) Fragen Sie nach Kundenkontakten und rufen Sie direkt an. 2) Prüfen Sie Bewertungen im Google Business Profile (dort schwerer zu fälschen als auf der Website). 3) Suchen Sie Erwähnungen der Agentur auf Foren und in Social Media. 4) Wenn alle Bewertungen wie aus einem Template wirken — schlechtes Zeichen.

3-5 — Optimum. Weniger als 3 — schwer den Markt objektiv zu beurteilen. Mehr als 5 — Sie verlieren Zeit mit endlosen Vergleichen. Aus 5 Angeboten sind meist 1-2 klare Favoriten, zwischen ihnen wird gewählt.

Wenn 3+ Tage keine Antwort — Brief mit Antwortdeadline schicken. Wenn keine Reaktion — Bank für Chargeback oder Anwalt einschalten. Deshalb kritisch wichtig: Vertrag unterschreiben und über Bank zahlen (mit Chargeback-Möglichkeit), nicht bar oder Krypto.
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